Hendrik Thoma

Hendrik Thoma, Weinleser

Hendrik Thoma liebt nicht nur Wein, er kann darin auch lesen: Als einer von nur drei Master Sommeliers in Deutschland ist er der gefragte Experte, wenn es um die Bewertung und Empfehlung des Rebsaftes geht. Der gebürtige Gütersloher begann in seiner Heimtstadt zunächst eine Ausbildung zum Koch, legte anschließend an der Hotelfachschule in Heidelberg die Prüfung zum Sommelier ab. Als solcher arbeitete er in diversen Hotels, unter anderem dem Fünf-Sterne-Haus Hotel Louis C. Jacob in Hamburg. Nach seiner Tätigkeit als „Head of Wine“ bei der Metro AG arbeitet Hendrik Thoma heute selbständig als Berater und Publizist, außerdem betreibt er mit „Wein am Limit“ einen eigenen Blog.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Schon etwas her! Die Debatte von Johannes b. Kerner, Dieter Kronzucker und Steffen Seibert zum Thema Soziale Medien wie Twitter und Facebook. #Dinosauriertreffen

Wie waren Sie in der Schule?
Aufmüpfig, nonkonform und hatte insbesondere mit den autoritären Lehrern so meine Probleme!

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
John Cleese als Basil Fawlty in der englischen Serie Falty Towers. Die komplette Parodie auf einen garstigen Hotelbesitzer und seine unfähigen Mitarbeiter. Cleese hat als Vorlage für die Serie den unfähigen Hoteldirektor Donald Sinclair vom berühmten Gleneagles Hotel genommen.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Es ist mir zwar ein sehr wichtiges Medium, aber ich bin analog aufgewachsen. Ich nutze das Netz um mit mir gleichgesinnten, passionierten Menschen digitalen Kontakt zu halten. Das würde mir zwar sehr fehlen, aber ich kenne noch genug Menschen persönlich.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Ich jogge und trainiere für mein Leben gern. Das brauche ich als Ausgleich zu der körperlichen Belastung durch Wein und Essen.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Guten Wein mit netten Menschen zu teilen.

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Meinen Videoblog „Wein am Limit“. Er ist meine geistige Freiheit und bedeutet Unabhängigkeit!

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
Der hat sein Leben in vollen Zügen genossen.

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Ich bin ein Spätzünder, aber der Apfel fällt erst dann vom Stamm, wenn er wirklich reif ist. Alles ist so gekommen, wie es kommen musste. Manchmal hat es gedauert. Da gibt es nicht zu bereuen oder anders zu machen.

Foto: hendrikthoma.de

  

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