Larissa Vassilian

Larissa Vassilian, Podcastlegende

Im Web 2.0 ist sie den meisten eher als Annik Rubens bekannt, die seit 2005 in „Schlaflos in München“ zu hören ist: Mit dem erfolgreichsten privaten Podcast in Deutschland wurde Larissa Vassilian über das Internet hinaus bekannt und ist seither eine gefragte Expertin, wenn es um Podcasting und die Nutzung neuer Medien geht. Die ausgebildete Journalistin erhielt für ihre Podcasts nationale und internationale Auszeichnungen und arbeitet inzwischen zusätzlich als Dozentin an diversen Bildungseichrichtungen.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Mich regt auf, wenn Seiten nicht aktuell sind, ich das aber nicht erkennen kann. Zum Beispiel bei einer Betreuungsbörse für Babysitter oder bei Stellenanzeigen. Da stehen teilweise total veraltete Sachen drin. Schrecklich!

Wie waren Sie in der Schule?
Nicht cool, aber auch nicht uncool. Zweimal versetzungsgefährdet (Physik und Chemie), aber nie sitzengeblieben. Faul, aber nicht blöd. Schlecht in Sport, gut in Englisch. Und am Kiosk ganz vorne mit dabei, wenn‘s um Nußhörnchen ging.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Ich liebe die Hepburn in „Breakfast at Tiffany‘s„. Irgendwie Klein-Mädchen aber auch Große-Frau. Und katzenvernarrt. Klar doch.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Erst voller Panik, und dann sehr entspannt. Ich habe lange dafür trainiert, abends und an Wochenenden auch ohne Netz auszukommen, und es geht wirklich! Ohne Strom wäre da schon eine andere Sache. Oder ohne Kekse …

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Ich rede gerne. Meistens mit anderen Frauen (=Freundinnen). Ansonsten sitze ich gerne mit fremden Menschen im Dunkeln (=Kino, nicht Schwulensauna), lese unheimlich gerne Bücher aller Art (außer Krimis und Kitsch), höre Unmengen von Podcasts und dann bin ich ja auch noch Mama …

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Menschen um Entschuldigung zu bitten, wenn ich Bockmist gebaut habe. Ich finde das sehr wichtig.

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Auf mein digitales Großraumbüro Facebook, auch wenn da jetzt einige die Augen verdrehen. Ich mag‘s einfach. Ansonsten entdecke ich gerade das Live-Podcasting für mich, und das entwickelt sich zur nächsten Sucht im Netz.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
„Endlich offline“?

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Ich würde mir eine Eintrittskarte für ein Queen-Konzert besorgen. Und ich würde mit 19 einen Roman schreiben, um noch als Nachwuchstalent durchzugehen. Und vielleicht ein Auslandsjahr während der Schulzeit – wobei, dafür war ich zu feige …

Foto: Mathias Vietmeier

  

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