Manfred Stegger

Manfred Stegger, Lokalmatador

Als Dr. Manfred Stegger Mitte der 90er Jahre die allesklar.com AG gründete, steckte das Internet noch in den Kinderschuhen: Cookies, POP3 und ICQ wurden erstmalig in größerem Umfang genutzt, der Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft tobte und der Frankfurter DE-CIX öffnete sich allen Providern. Zu diesem Zeitpunkt dachte Stegger schon weiter – und entwickelte meinestadt.de als Vorreiter der lokalen Suche im Web. Heute ist der studierte Volkswirtschaftler Chef von 300 Mitarbeitern und hat nichts an seiner Innovationskraft verloren: Letzten Monat hat die meinestadt-App erstmals mehr als 1 Million Visits erreicht.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Die Flugbuchung bei einer renommierten Airline funktionierte nicht. Sobald man online den Flug für zwei Personen buchen wollte, brach das System zusammen. Der Telefonsupport war nicht zuständig.

Wie waren Sie in der Schule?
Solange meine Kinder selbst in die Schule gingen, habe ich darüber geschwiegen. Jetzt kann es ja raus: Ich war ein Lehrerschreck, bin sitzen geblieben und von der Schule geflogen. Das hat sich später wieder geändert, und ich hatte am Ende ein passables Abiturzeugnis.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Da fällt mir spontan Santiago aus „Der Alchimist“ von Paulo Coelho ein, einer schlichten Fabel, die ich in letzter Zeit öfters gelesen habe. Der Junge, der weltoffen und neugierig seinen eigenen Lebensweg geht und dabei stets an seine Träume glaubt, hat mich beeindruckt. Und ich mag den Gedanken, dass das Leben demjenigen, der an seine Träume glaubt und bereit ist, sie zu verwirklichen, stets helfend zur Seite steht.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Statt knapper Mails mal wieder Zeit für direkte Gespräche mit den Kollegen im Haus, von denen ich leider zu wenige persönlich kenne.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Als Hobbyflieger lasse ich gerne den Alltag „unter“ mir und betrachte die Welt mit etwas Abstand von oben. Da sich meine Frau mit beiden Beinen auf der Erde wohler fühlt, mag ich auch lange Wanderungen in den Bergen.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Neue Dinge zu lernen und als Anfänger Fehler zu machen!

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Auf Smartphones und Tablets, denn alles will man sofort und überall.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
„Er wollte mal wieder schneller sein als wir!“

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Wäre das Internet früher erfunden worden, hätte ich mich gerne früher selbstständig gemacht.

Foto: allesklar.com AG

  

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