Mirko Kaminski

Mirko Kaminski, Kommunikationsgeneralist

In einem Spiegel-Interview setzte er sich kürzlich gegen Ausbeutung und Dauerdruck ein: Mirko Kaminski, Geschäftsführer der Hamburger Kommunikationsagentur achtung!. Bevor er 2001 sein eigener Chef wurde, arbeitete er nach dem Studium in Kiel als Reporter beim Radiosender R.SH. Von dort ging es zur weltweit agierenden PR-Agentur Burson-Marsteller nach Frankfurt, um anschließend bei der Citibank in Düsseldorf Pressesprecher zu werden.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Im Internet regt mich kaum etwas auf. Generell bleibe ich eher gelassen. Aufregen tue ich mich aber, wenn ich beim Angeln einen dicken Dorsch oder einen Heilbutt fast im Boot habe, er mir dann aber doch noch vom Haken geht. Ist neulich erst wieder passiert.

Wie waren Sie in der Schule?
Da sind zwei Dinge passiert: Ich bin an der Schule der Schüler mit den meisten Klassenbucheinträgen, Tadeln und blauen Briefen gewesen. Gleichzeitig habe ich das beste Abi in der 25-jährigen Geschichte jenes Gymnasiums gemacht, das ich besucht habe. Es schwang ein bisschen Genugtuung mit, als mir ausgerechnet jene zwei Lehrer gratulierten, die mich zuvor vom Gymnasium werfen wollten.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Ich kann gar nicht erklären, warum es so ist, aber ich habe bereits sieben- oder achtmal „Lady in the Water“ von M. Night Shyamalan auf DVD gesehen. Und dort mag ich den Hausmeister Heep. Zunächst ist er ein gebrochener Mensch, dann der stille und über sich hinauswachsende Held. Und ich liebe Martin Sheen als Präsident in „West Wing“.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Das kann ich Ihnen sagen: Meine Frau würde Luftsprünge machen. Unserer Beziehung täte das wohl gut. ;-)

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Mit meiner Familie und auf Fehmarn beim Angeln. Angeln ist fast wie Skifahren. Man denkt an kaum etwas anderes, entspannt sich rasch und fällt abends müde, aber glücklich ins Bett.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Fehler – auch anderer – auf meine Kappe zu nehmen.

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Den Austausch mit spannenden Köpfen, die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
Hoffentlich: „Auf Wiedersehen!“

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Da gibt es einiges – gerade im Umgang mit anderen. Heute wünschte ich mir, seinerzeit jeweils immer schon das Wissen, das Souveränität und die Erfahrung von heute gehabt haben zu können.

  

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