Rebecca Gablé

Rebecca Gablé, Mittelalterromancière

Wer historische Romane schätzt, für den ist Rebecca Gablé eine Institution. Nach Abitur und Lehre arbeitete sie zunächst als Bankkauffrau, bis ihre jahrelange Suche nach einem Verlag erfolgreich war. Dort veröffentlichte sie zuerst Kriminalromane; der kommerzielle Durchbruch gelang mit ihrem ersten historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“, vom dem bereits im Erscheinungsjahr 1997 rund 200.000 Exemplare verkauft wurden. Seither hat Rebecca Gablé etwa alle zwei Jahre einen Mittelalterroman publiziert, ist ein beständige Vertreterin der Bestsellerlisten und wurde 2006 für ihren Roman „Die Hüter der Rose“ mit dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Die zunehmende Flut illegaler Downloadangebote von Büchern und Hörbüchern und die Alles-umsonst-Mentalität, die dahinter steht.

Wie waren Sie in der Schule?
Ziemlich gut.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Heathcliff in Emily Brontës Roman Sturmhöhe – weil er so ein Finsterling ist und man trotzdem die ganze Zeit zu ihm halten muss.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Einen Tag lang könnte ich das durchaus genießen: 24 Stunden analoges Leben nur mit Büchern, Spaziergängen und so weiter. Aber spätestens übermorgen würde ich nervös.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Mit Freunden, mit Büchern, mit Musik oder auf dem Meer.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Leserfragen, egal, wie oft sie sich wiederholen.

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Wikipedia.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
Ich gedenke, all meine Freunde zu überleben.

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Gar nichts. Gerade die Fehler führen ja oft zu den spannendsten Verwicklungen in der eigenen Geschichte. Oscar Wilde hat sogar behauptet, wenn man alle Dummheiten und Irrtümer seiner Jugend wiederhole, werde man wieder jung. Ich erwäge, das mal auszuprobieren.

Foto: Olivier Favre

  

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