Sven Lorig

Sven Lorig, Mistermorgenmagazin

Für viele Menschen beginnt mit ihm der Tag: Sven Lorig, Journalist und seit Mitte 2003 Moderator des ARD Morgenmagazins. Geboren in Hilden und sammelte er bereits als Schüler erste journalistische Erfahrungen in der Lokalredaktion einer Tageszeitung. Während seines Studiums volontierte er bei Radio Neandertal und war für den Sender als Reporter, Redakteur und Moderator tätig. Es folgten diverse Hörfunk- und TV-Redaktionen, bis Sven Lorig nach der WDR Lokalzeit Düsseldorf zum Team des Morgenmagazins wechselte. Außerdem stammt der Was-ist-Was-Band Nummer 126 zum Thema „Deutschland“ von ihm; gemeinsam mit Bernd Flessner gab er das Buch „I have a dream: Kühne Ideen verändern die Welt“ heraus.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Dass die gleichen Internet-User, die in sozialen Netzwerken monatelang gegen den Schiedsrichter Babak Rafati Hasstiraden losgelassen haben, nach dessen Selbsttötungsversuch einen auf Verständnis und Betroffenheit gemacht haben.

Wie waren Sie in der Schule?
Die ersten sieben Jahre habe ich den Unmut meiner Lehrer hervorgerufen durch meine Albernheit und die große Klappe mit halbwegs guten schulischen Leistungen kompensieren können. Danach kippte die Stimmung bei der Notengebung, da ich regelmäßig anderes im Kopf hatte, so gefährliche Sachen wie Fußball, Mädchen, Formationstanzen oder im Radio als Jungreporter arbeiten.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Als Kind hat mich sehr Lederstrumpf aus dem Buch Der letzte Mohikaner von James Cooper beeindruckt. Große Abenteuer in endlosen Wäldern – das hab ich regelmäßig in den Wäldern meiner Kindheit in der Eifel nachgespielt. Mittlerweile bin ich immer noch regelmäßig im Wald – um zu laufen und zu trainieren, dabei höre ich sehr gerne Hörbücher um den Osloer Kriminalkommissar Harry Hole von Jo Nesbø. Eine verschrobene Type mit unkonventionellen Methoden aber einem „Bärenriecher“. Ein großer Hörgenuß.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Kein Fernsehen, kein Internet, keine Telefonate oder Mails, kein Kühlschrank, kein Licht, kein warmes Wasser, glücklicherweise haben wir einen Kachelofen, auch meine Laufschuhe funktionieren ohne Strom, an Arbeit wäre aber in der Tat nicht zu denken. Was haben wir nur früher getan, als wir noch keine Festplatten hatten…

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Wenn ich nicht für das ARD-Morgenmagazin die Nächte durcharbeite, dann feiere ich auch sehr gerne die Nächte durch, ansonsten kann ich mich auch mit Schlagzeugspielen schön abreagieren.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Weite Wege beim Fußball, Handspülung bei Weingläsern und knallharte Recherche bei überraschenden Kinderfragen, die alle Erwachsenen ins Grübeln bringen…

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Auf frischgepresste Nachrichten und Eilmeldungen von tagesschau.de.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
Er hat nie geraucht und jetzt ist er trotzdem tot – verrückt!

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Fragen Sie mich das besser in 40 Jahren. Die erste Runde war so ganz in Ordnung…

Foto: Ben Knabe

  

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