Werner Mang

Werner Mang, Ästhetikmediziner

Prof. Dr. Dr. med. habil. Werner L. Mang hat sein berufliches Leben ganz der ästhetischen Chirurgie verschrieben: Bereits mit 18 Jahren pilgerte er von seinem ersten gesparten Geld nach Rio de Janeiro und besuchte dort den Pionier der Plastischen Chirurgie, Prof. Dr. Ivo Pitanguy. Nach dem Abitur folgte das Studium an der TU München, das er bereits im Alter 24 Jahren mit Prädikat abschloss. Nach seiner Promotion, Tätigkeit als Oberarzt und Habilitation wurde er ärztlicher Direktor der Bodenseeklinik in Lindau, die heute als größte Schönheitsklinik Deutschlands gilt. Prof. Mang ist in zahlreichen Organisationen auch international tätig und nutzt seine Popularität, um auch auf mögliche Risiken chirurgischer Eingriffe hinzuweisen.

Was regte Sie zuletzt (im Internet) so richtig auf?
Es wird nirgends mehr gelogen und betrogen als im Internet. Jeder kann anonym Müll über jede Person ausschütten. Meiner Meinung ist das eine Katastrophe. Das Internet sollte dringend zensiert werden. Keine anonymen Beschuldigungen, keine anonymen Foren, etc. Das Internet ist der Untergang der abendländischen Kultur.

Wo waren Sie in der Schule?
Ich habe die Grundschule und das Bodenseegymnasium in Lindau besucht.

Wer ist Ihr Lieblingsheld/in in einem Roman oder Film – und warum?
Achilles – er verkörpert alle meine Eigenschaften: Stark, unbeugsam, gerecht, undiplomatisch, ehrlich. Leider sind diese Eigenschaften selten geworden, Neid und Missgunst regiert die Welt, Unehrlichkeit, Scheindiplomatie und fehlende Leistungsbereitschaft sind an der Tagesordnung. Jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, es gibt keine Prinzipien. Unsere Menschheit sollte sich an der griechischen Kultur orientieren.

Wie sähe morgen mit einem Netzausfall für Sie aus?
Das wäre für mich kein Problem. Ich würde mich auf meine Jagdhütte, bei Kerzenlicht, zurückziehen und würde das Leben genießen. Vier Wochen Stromausfall würde uns einmal ganz gut tun. Es gäbe weniger Burnout-Patienten und psychiatrische Kliniken.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Mit Sport, Jagen, Fischen, Ski fahren, Tennis, Wassersport – am besten zusammen mit meiner Frau und meiner Familie.

Wofür sind Sie sich nie zu schade?
Ich bin mir für keine Arbeit zu schade. Ich könnte auch wieder von vorne anfangen. 10,– Euro sind für mich viel Geld. Ich habe kein Problem, beispielsweise mein Auto selbst zu waschen, den Rasen zu mähen oder den Müll zu entsorgen.

Worauf im Internet wollen Sie nicht mehr verzichten?
Ich meine, dass uns das Internet mehr Unheil als Segen gebracht hat.

Was werden Ihre Freunde wohl bei Ihrer Beerdigung über Sie sagen?
Er hat sein Leben so gelebt, wie er es wollte. Er hat sich nicht verbiegen lassen. Ein Erfolgsmensch, undiplomatisch, ehrlich, fleißig.

Was würden Sie in Ihrem Leben – zurückblickend – gerne anders machen?
Eigentlich gar nichts. Gerne würde ich noch Architektur studieren, und zwar zusammen mit meiner Frau, die sich sehr für Kunstgeschichte interessiert und mit der Medizin aufhören.

Foto: Bodenseeklinik

  

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